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Die Faultürme

 
Im Faulturm wird der so genannte Rohschlamm, welcher sich in den Vorklärbecken absetzt sowie der so genannte Belebtschlamm, welcher sich in den Nachklärbecken absetzt, ausgefault. 

Auch hier sind wieder Bakterien im Einsatz, welche die Zersetzung dieser Stoffe bewirken. Diese Bakterien haben den großen Vorteil, dass sie ein Faulgas erzeugen, welches auf unserer Kläranlage zur Stromerzeugung verwendet wird. Die Abwärme aus diesem Verbrennungsprozess dient wiederum zum Heizen des Schlammes in den Faultürmen und der Gebäude im Winter.

Die optimalen Lebensbedingungen haben die "Faulturmbakterien" bei einer Temperatur von ca. 35 ° C. So sind speziell im Winter enorme Energiemengen nötig, um auch bei kalter Witterung eine möglichst konstante Temperatur in den Faultürmen zu halten. 

 

   

Die Klärschlammpresse

 
Nach einer Ausfaulzeit von ca. 80 Tagen wird der ausgefaulte Schlamm mit einer Kammerfilterpresse gepresst. Für diesen Vorgang wird dem Schlamm ein Flockungsmittel sowie Kalk zugegeben. Ein Flockungsmittel benötigen wir um möglichst große Schlammflocken zu erhalten und dadurch viel Wasser aus dem Faulschlamm herauspressen zu können. Den Kalk benötigen wir um einen hohen Trockensubstanzwert zu erhalten und um den pH-Wert anzuheben. Durch einen hohen pH-Wert ist sichergestellt, dass dieser gepresste Schlamm hygienisch unbedenklich ist. 

Dieser so genannte Klärschlamm hat nun ein Aussehen ähnlich wie Erde. 

   
        Stand: 2010